
Die Kopfhaut fettet schnell nach, gleichzeitig juckt sie und es bilden sich sichtbare Schuppen? Dann ist „stärker reinigen“ nicht automatisch die richtige Lösung.
Denn Schuppen entstehen nicht nur bei trockener Kopfhaut. Auch eine fettige Kopfhaut kann schuppen – besonders dann, wenn Talgproduktion, Hautbarriere und Kopfhautmikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten.
Aktuelle dermatologische Übersichtsarbeiten zeigen, dass Schuppen und seborrhoische Dermatitis nicht einfach durch „trockene Haut“ entstehen. Eine wichtige Rolle spielen das Zusammenspiel aus Talgproduktion, Hautbarriere, individueller Empfindlichkeit und dem Kopfhautmikrobiom. Dabei wird insbesondere die Hefe Malassezia diskutiert, die natürlicherweise auf der Haut vorkommt, bei Schuppen und seborrhoischer Dermatitis aber häufiger mit Veränderungen des Mikrobioms und stärkerem Juckreiz in Verbindung gebracht wird.
Die American Academy of Dermatology weist außerdem darauf hin, dass Schuppen sowohl bei trockener als auch bei fettiger Kopfhaut auftreten können und nicht automatisch ein Zeichen mangelnder Hygiene sind. Bei ausgeprägter Rötung, Entzündung oder hartnäckigen Beschwerden kann hinter den Schuppen auch eine seborrhoische Dermatitis oder eine andere Hauterkrankung stecken.Das ist einer der häufigsten Irrtümer.
Die Kopfhaut besitzt besonders viele Talgdrüsen. Sebum schützt Haut und Haar, gleichzeitig schafft es aber ein lipidreiches Milieu, in dem unter anderem Malassezia-Hefen leben.
Bei empfindlicher Kopfhaut kann das Zusammenspiel aus Talg, Mikrobiom und individueller Hautreaktion zu Juckreiz und sichtbaren Schuppen führen.
Nicht unbedingt.
Der verbreitete Tipp, die Haare möglichst selten zu waschen, damit die Kopfhaut „lernt“, weniger Fett zu produzieren, ist so nicht belegt. Bei stärker fettender Kopfhaut kann regelmäßiges Waschen mit einem geeigneten Shampoo sinnvoll sein.
Wichtiger als die reine Waschfrequenz ist:
Das Set kombiniert mehrere Schritte für Schuppen und Kopfhaut-Ungleichgewicht in einer abgestimmten Routine.
Statt einzelne Produkte wahllos zu kombinieren, folgt die Pflege einer klaren Logik:
Vorbereiten → Reinigen → Kopfhaut pflegen
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Wenn Schuppen und Juckreiz trotz angepasster Pflege anhalten oder zusätzlich
auftreten, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Denn hinter schuppender Kopfhaut können unter anderem seborrhoische Dermatitis, Psoriasis oder Kontaktreaktionen stecken.
Fettige Kopfhaut und Schuppen schließen sich nicht aus.
Die bessere Strategie lautet deshalb nicht:
„stärker entfetten“
sondern:
gezielt reinigen, konsequent pflegen und die Kopfhaut als Haut behandeln.

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